Heimweg
Morgens, 03.10.2008, Tag der deutschen Einheit,
kurz nach 9, Essen-Steele S-Bahnhof
Schwer bepackt mit Rucksack und Tasche, Laptop und Galore,
Der riesige Asphalt ist leer, auf der Straße gehen,
Zügig – und irgendwie bedächtig
Man sieht den Atem – kalte Luft, dicke Jacke,
3 Stunden Schlaf müssen reichen – Kater ohne Alkohol,
Verschwitzt, klebrig, zu lange nicht geduscht,
Blinzeln durch die Sonnenstrahlen, die schönes Licht werfen
Auf graue Betonklötze, auf leere Gebäudefassaden,
Durch die Unterführung, stillgelegte Rolltreppe, S-Bahnhof,
Die Gleise funkeln, Wärme,
Wo war noch mal das Ticket? Orientierung, Fahrplan
Die Ampel zeigt Grün – man warten
Mütze absetzen, der kalte Wind weht durch die Haare,
Taschen abstellen - Innehalten - alles ist langsam, Ruhe,
Der Zug fährt ein und wieder ab, eine Taube fliegt vorbei,
Ein paar Menschen steigen aus und wieder ein
Ich stehe da – und schaue in die Sonne.
Es ist Morgen.
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