Form und Mensch
Ich lebe noch...
... und finde wenigstens so ab und zu Zeit, mal etwas zu schreiben ;)
Mir viel in den letzten Tagen noch mal an einer Kleinigkeit auf, wie schwer es ist, Qualität sichtbar zu machen, bzw. diese wirklich zu beachten und wahrnzunehmen einerseits und andererseits, wie viel Freiheit ich eigentlich habe.
Dazu folgendes Erlebniss:
In den letzten Tagen, bzw. der letzten Woche war es so, dass ich grundsätzlich immer erst sehr sehr spät ins Bett gegangen bin, weil ich irgendwie abends oft noch so fit war. Insofern bin ich dann auch um 4 mehr aus Pflichtgefühl ins Bett gegangen, als dass ich wirklich Müde gewesen wäre. Dafür habe ich dann Morgens oft länger geschlafen. Allerdings habe ich auch oft insgesamt sehr lange geschlafen.
An sich habe ich aber auch kein Problem, bzw. ist es ja meistens so, dass ich spät ins Bett gehe und trotzdem relativ früh wieder aufstehe also halt insgesamt nicht viele Stunden schlafe.
Nun hatte ich aber in den letzten Tagen oft das Gefühl, ich bin so fertig, dass ich einfach noch liegen bleiben muss.
Jetzt kommt der Bezug zum Anfang: ;)
Das coole daran finde ich, bzw. ist mir daran deutlich geworden, was das bedeutet, dass ich eben in vielerlei Hinsicht auch die Möglichkeit habe, zu sagen, ich gehe dann ins Bett und stehe dann auf, wenn es mir richtig erscheint. Also das ich den Raum habe, auf meinen Körper zu hören, auf meine Gefühl.
Dass ich, wenn ich fit bin, nur wenige Stunden schlafe, und dafür, wenn ich eben weniger fit bin, bzw. mehr schlaf bruache, mir auch mehr schlaf nehmen kann. Und das ich mir selbst an der Stelle vertrauen und mich selber ernst nehmen kann.
Und dass es eben nicht so ist, wie das ja üblicher und auch verständlicher Weise gehandhabt wird: 4 Monate durcharbeiten und dann 2 Wochen garnicht.
Sondern, dass das auch in konkreter Verbindung zu dem Menschen, zu den Menschen steht.
Das die Struckturen lebensnah sind und die Formen den Menschen entsprechend und nicht umgekehrt.
Heutzutage ist es ja doch meistens so, dass die Menschen den Formen entsprechen (müssen, sollen, wollen).
Und ich glaube, das z.B. an dem (kleinen) Punkt, ein sehr wesentlicher Qualitätsunterschied vorhanden ist.
Aber diesen Unterschied genau, und nicht nur so abstrakt wie jetzt hier, zu beschreiben, fällt mir sehr schwer.
Wie viel verlieren wir, wenn wir diese Qualität aufgeben?
Ich habe oft das Gefühl, dass dafür nicht wirklich ein Bewusstsein da ist.
Vielleicht weil es etwas so ist wie beim Kochen (meinem Spezialgebiet ;)), man schmekt nicht direkt, welche Gewürze etc dran sind, aber man würde es schmeken, wenn sie fehlen.
Oder in der Musik (ein etwas bekannteres Gebiet) erlebe ich das auch sehr oft, wenn ich z.B. Musik abmische, dass man einzelne Instrumente nicht raushören kann, aber man würde hören, wenn sie fehlen.
Auf diesen Qualitätsunterschied kommt es auch im Sozialen an. Da ist es nur noch schwieriger, ihn sichtbar zu machen. Weil es kein unmittelbares Erlebniss davon gibt wenn die Qualität fehlt, weil es auch keinen richtigen Vergleich gibt.
Insofern sehe ich das als große Aufgabe, vor allem für mich selbst und mein weiteres Leben, Formen und Struckturen zu finden, die mich und andere Menschen nicht zubauen, außen vor lassen.
Das ist leichter gesagt als getan. Und trotzdem glaube ich, ist der Qualitätsunterschied so wesentlich, dass es sich lohnt und notwendig ist, darauf sehr viel Energie zu verwenden!
Das ließe sich natürlich noch weiter ausführen ;)
Ich habe mich auch in den letzten Wochen vermehrt mit der Frage nach der Institution auseinandergesetzt, was sicherlich auch zu den vielen Sätzen beiträgt.
Soweit.
Fragen und Anregungen sind gerne willkommen.
1 Kommentare:
konkreteste anregung: Strukturen nur mit k nicht mit ck schreiben ;-)
Liebe Grüße
David
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